CHINESEpapercutOnline-Werkstatt (Englisch) ↗

Jianzhi: die Kunst des chinesischen Scherenschnitts

Jianzhi bezeichnet chinesischen Scherenschnitt. Durch ausgeschnittene Öffnungen entsteht ein Motiv, während die stehen gebliebenen Papierflächen miteinander verbunden bleiben.

Ein Motiv aus einem Blatt

Beim Scherenschnitt zählt sowohl das Papier, das bleibt, als auch der Raum, der ausgeschnitten wird. Blüten, Tiere und Schriftzeichen lassen sich als zusammenhängende Formen gestalten. Feine Stege verbinden die einzelnen Teile. Werden sie durchtrennt, kann das Motiv auseinanderfallen. Diese vier Vorlagen laden dazu ein, die Wirkung von Konturen, Öffnungen und Verbindungen selbst zu erkunden.

Nicht jedes Motiv wird gefaltet

Eine Faltung hilft bei spiegelgleichen Motiven: Ein Schnitt durch zwei Lagen erzeugt passende Formen auf beiden Seiten. Hier gilt das für die Pflaumenblüte und den Schmetterling. Der Fisch hat eine feste Richtung; auch die Striche des Schriftzeichens Fu sind nicht spiegelgleich. Deshalb bleiben diese beiden Vorlagen auf einem offenen Blatt. Entscheidend ist die Anleitung des jeweiligen Motivs.

Scherenschnitt, Origami und Kirigami

Bei diesen Vorlagen entsteht ein flaches Bild durch das Entfernen von Papier. Origami formt Papier durch Falten. Bei dreidimensionalem Kirigami können Schnitte und Faltungen räumliche Formen erzeugen. Die hier gezeigten Arbeiten sind flache Scherenschnitte. Beginne mit einem Motiv und prüfe seine Anleitung, bevor du Papier und Werkzeug vorbereitest.

Kulturelle Quellen

UNESCO · Chinese paper-cut